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Monats-Archive: November 2012

Ausstellung „Angsträume. Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen“ beendet

Unsere Ausstellung „Angsträume. Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Thüringen“, die knapp 3 Wochen im Geraer „Comma“ zu sehen war, ist beendet.

Wir haben diese Ausstellung nach Gera geholt um zu einer Auseinandersetzung mit der Alltäglichkeit rechter Gewalt und deren Folgen für die Betroffenen und die gesamte Gesellschaft anzuregen.

Einige Hundert Menschen haben die Ausstellung besucht, einige Schulklassen haben sie für ihren Unterricht genutzt und sich gemeinsam mit ihren Lehrer_innen tiefer in die Thematik hinein begeben. Darüber hinaus gab es Besuche durch kleinere Gruppen und Einzelpersonen, die ihr Interesse für das Thema auch in Gesprächen mit den Begleitpersonen der Ausstellung deutlich zum Ausdruck gebracht haben.

Die von ezra – der Mobilen Beratung für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt konzipierte Ausstellung zeigt 15 exemplarische Fälle rechter Gewalt, die allesamt in Thüringen geschehen sind und mehr als deutlich zeigen, wie stark Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in den Lebensalltag, auch hier in unserer Region, eingekehrt sind.

Was viele Besucher besonders beeindruckte, war die weitreichende Wirkung, der die Betroffenen durch das Erleben von Gewalt ausgesetzt sind. Angsträume werden für Betroffene zur Alltagsnormalität, die von der Öffentlichkeit jedoch kaum wahrgenommen wird. So wurde denn auch von vielen Besuchern der Wunsch geäußert, mehr über das Thema der Ausstellung und darüber hinaus zu erfahren welche Handlungsmöglichkeiten bestehen. Christina Büttner, eine Beraterin von ezra weist zum Ende der Ausstellung darauf hin, wie wichtig Ansprechpartner vor Ort für Betroffene sind und betont in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung unserer Arbeit. Wir, von Aufandhalt, sehen deshalb in der Funktion als Kontaktstelle für Betroffene rechter Gewalt und rassistischer Diskriminierung die wichtigste Aufgabe für die weitere Arbeit im Verein und im Geraer Netzwerk. Die Teilnahme und Einbindung in den Lokalen Aktionsplan der Stadt Gera ist darüber hinaus ein unverzichtbarer Markstein.

Was bleibt ist die Bitte und Aufforderung an uns alle weiterzugehen, weiter zu machen auf dem Weg des Widerstandes gegen rechte Gewalt und rechten Terror, gegen Fremdenhass und Antisemitismus.

Wir von Aufandhalt bedanken uns ausdrücklich bei Allen, die zum Gelingen der Ausstellung Angsträume beigetragen haben. Ohne diese Hilfe wäre das Zustandekommen der Ausstellung wohl kaum möglich gewesen!

Ausstellung AngstraeumeAusstellung AngstraeumeAusstellung Angstraeume